MARS bündelt technische und biologische Verfahren zu einem Gesamtprogramm, das den anthropogenen CO₂-Überschuss von über 1.000 Gigatonnen schrittweise zurückführt. Der Anspruch orientiert sich an der Grössenordnung, die wir bereits bewältigen können. Die Menschheit entsalzt weltweit über 100 Millionen Kubikmeter Meerwasser pro Tag. Sie fliegt jährlich über 4 Milliarden Passagiere durch die Luft. Die Organisations-, Energie- und Kapitalbasis existiert.
Warum die Apollo-Parallele trägt. Das Mondlandeprogramm der USA kostete über acht Jahre rund 280 Milliarden Dollar in heutiger Kaufkraft. Das war ein einstelliger Prozentsatz der damaligen amerikanischen Wirtschaftsleistung, über ein Jahrzehnt organisiert. Eine global organisierte Restauration in der Grössenordnung von 10 bis 20 Gigatonnen CO₂-Entnahme pro Jahr bewegt sich in ähnlichen makroökonomischen Grössenordnungen. Nicht billig, aber möglich.
Drei Bausteine gehören dazu. Erstens, konsequente Emissionsreduktion, ohne die jede Entnahme nur die Zunahme bremst. Zweitens, biologische Restauration über Wälder, Moore, Böden, Meere. Drittens, technische Verfahren wie Direct Air Capture, Mineralisierung, Pyrolyse. Keine Strategie allein reicht; die Kombination schon.
Der institutionelle Rahmen fehlt noch. Anders als beim Apollo-Programm gibt es heute keine zentrale Akteurin mit der nötigen Autorität. MARS bleibt deshalb zunächst ein gemeinsamer Identifikationsrahmen. Aus ihm können Kooperationen wie die ARC entstehen, regionale Cluster, Kapitalallokationen, Standards. Der Begriff ist absichtlich offen formuliert, damit Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft andocken können, ohne einer neuen Institution beitreten zu müssen.