Das Klimasystem folgt den Gesetzen von Energie, Masse und Rückkopplung. Die 2-Millimeter-Analyse zeigt, wie eine stofflich minimale Veränderung die globale Energiebilanz messbar verschiebt.
Kapitel 2 verbindet Sonnenleistung, Luftdruck, und sowie die Wirkung von Treibhausgasen zu einem konsistenten Bild aus Input, Speicherung, Abstrahlung und Energieüberschuss.
Energiebilanz
Reale Masse
Dezimallogik
Stellgrössen
EEI und Multiplikator
Der Multiplikatoreffekt erklärt, warum kleine stoffliche Änderungen so grosse energetische Folgen haben. Der Zusammenhang wird in drei Schritten deutlich.
Erstens, die direkte menschliche Energieproduktion. Der Primärenergieverbrauch liegt weltweit bei rund 19 Terawatt, im Jahr 2023 gemessen. Nahezu die gesamte dieser Leistung wird früher oder später als Abwärme an die Umgebung abgegeben.
Zweitens, das Erd-Energieungleichgewicht. Der Earth Energy Imbalance liegt bei rund 0,9 ± 0,15 W/m². Multipliziert mit der Erdoberfläche von 5,1 × 10¹⁴ m² ergibt dies eine zusätzliche im System verbleibende Leistung von rund 460 Terawatt. Das ist rund 24 bis 25-fach des direkten menschlichen Energieverbrauchs.
Drittens, die Ursache des Ungleichgewichts. Diese Überschussenergie entsteht nicht durch Abwärme unserer Kraftwerke, sondern durch die veränderten Filtereigenschaften der Atmosphäre. Die zusätzlichen CO₂-Moleküle halten Infrarotstrahlung länger im System fest, die sonst ins All entwichen wäre. Unser Tun hebelt also fremde Energie, die Sonnenenergie, in das System hinein, anstatt selbst Energie zuzuführen.
Die Botschaft ist damit physikalisch präzise: Wir haben kein Energieproblem im absoluten Sinn. Wir haben ein Filterfunktionsproblem. Selbst wenn der Primärenergieverbrauch verdoppelt würde, aber die Filtereigenschaften der Atmosphäre unverändert blieben, wäre die zusätzliche Belastung deutlich geringer als durch die aktuelle CO₂-Anreicherung. Rund 90 Prozent der Überschussenergie werden von den Ozeanen aufgenommen, wie ein ständig befüllter Boiler ohne Abfluss.
Mehr als CO₂
Bildhafte Summierung
Das Klimasystem kippt nicht durch grosse Stoffmengen, sondern durch eine empfindliche Filterfunktion im Infrarotbereich.